Ford Ranger 3. Generation (International 2012 – 2016)

Ford Ranger Wildtrak - Gen. 3Die dritte Generation des internationalen Ford Ranger (Modelljahr 2012) brachte der Hersteller im März 2012 auf den deutschen Markt. Seine Premiere feierte er allerdings bereits im Oktober 2010 auf der Australian Motor Show in Sydney, worauf im Sommer 2011 die Produktion gestartet wurde.
Die dritte Auflage des Pickup Ranger wurde dabei komplett überarbeitet, sowohl technisch als auch optisch. Letzteres zeigte nun auch deutlich mehr Ähnlichkeit zu seinen US-Pickup-Brüdern, was ihn gleichzeitig auch immer mehr von seinem Schwestermodell Mazda BT-50 abgrenzte.

Produktionsländer des internationalen Ranger sind: Thailand, Südafrika und Argentinien – von wo aus er in insgesamt 180 Länder vermarktet wurde.

Info: Erstmals wurde der Ford Ranger nur noch außerhalb der USA verkauft, nachdem man die Produktion der US-Version 2011 komplett einstellte.

 

Ford Ranger übernimmt die Führung in Deutschland und Europa

Eine Neuauflage des Ford Ranger war unausweichlich. Nicht zuletzt dadurch, dass der Erfolg des Konkurrenten VW Amarok alarmierend war und somit auch andere Wettbewerber zum Handeln brachte. Neben dem Pickup Amarok von Volkswagen konkurrierte der Ranger III mit dem Mitsubishi L200, dem Nissan Navara und dem Toyota Hilux.
Ford Ranger Limited - Modell 2012Letztendlich brachte die dritte internationale Ranger-Version den lang ersehnten Erfolg ein. So wurde er nur kurze Zeit nach Produktionsstart als erster Pickup beim Euro NCAP-Crashtest mit der Bestwertung von 5 Sternen gekürt, was ihm europaweit ein Alleinstellungsmerkmal in seinem Segment einbrachte. Während sich die zweite Generation in Europa, sagen wir mal nur „mittelprächtig verkaufte“, kam Ford mit der Neuauflage kaum noch mit der Lieferung hinterher. Im Jahr 2014 war es schließlich soweit – Ford entthronte mit seinem Midsize Pickup den VW Amarok, welcher seit seiner Markteinführung in Deutschland die Pickup-Zulassungsspitze anführte. Seither führt der Ford Ranger souverän in Deutschland und Europa die Verkaufshitparade seiner Spezies an und sammelt nebenbei noch fleißig zahlreiche Preise und Trophäen.

 

Die dritte Generation des Ford Ranger in Deutschland

In Deutschland wurde der Ranger insgesamt in drei Karosserieformen, mit drei Motorenoptionen und zwei Getriebeversionen angeboten. Sein Preis startete bei 24.978 Euro (Einzelkabine ohne Allrad) und in der Spitzen-Spezifikation – als Ford Ranger Wildtrak – waren mindestens 40.864 Euro fällig.

Ford Ranger Wildtrak Wildtrak - 2012

Kabinenkonfigurationen:

Einzelkabine mit zwei Sitzplätzen (mit 2,32 Meter langen Ladefläche / Klassenbester)
Extrakabine mit zwei zusätzlichen Notsitzen (mit 1,85 Meter langen Ladefläche)
Doppelkabine mit drei zusätzlichen, vollwertigen Sitzplätzen (mit 1,56 Meter langen Ladefläche)

Ausstattungsvarianten:

  • XL
  • XLT
  • Limited
  • Wildtrak

Exterieur:

Mit 5,35 Meter Länge, 1,85 Meter Breite und 1,82 Meter Höhe hat die Neuauflage des Ford Ranger nahezu überall etwas zugelegt und wirkt dadurch bulliger als je zuvor. Seine überarbeitete Karosserie, die unter anderem weitere Chromakzente am modifizierten Kühlergrill und an der Oberkante der Pritsche bringt, wirkt nun deutlich stylischer und verleiht dem Pickup zugleich eine martialische Optik.

Interieur:

Ford Ranger 2012 CockpitDie größeren Abmessungen des Ford Pickups kommen natürlich auch dem Innenraum zugute. So liegt das Platzangebot nun deutlich über dem des Vorgängermodells, wodurch nun auch erwachsene Personen auf den hinteren Sitzen gut Platz finden.
Der Innenraum allgemein ist wie zuvor wenig luxuriös gehalten und wird überwiegend von soliden Hartplastik und Stoffmaterialien geprägt. Lediglich bei den höheren Ausstattungsstufen lockern Teilleder-Polsterungen das Interieur etwas auf.
Dagegen findet man eine Zwei-Zonen-Klimaanlage, ein Kühlfach (für bis zu sechs Getränkedosen), zahlreiche Ablage- und Staufächer sowie die Navigation mit 5-Zoll-Monitor nicht unbedingt in jedem Fahrzeug aus diesem Segment.

Erhöhte Sicherheit:

In Sachen Sicherheit setzte der Hersteller auf einen erhöhten Standard. So beinhaltet der neue Ford Ranger: ABS, ESP, Berganfahrassistenten, Bergabfahrkontrolle, Anhängerstabilisierung, Notbremslicht, Sicherheitsbremsassistenten sowie Überschlagschutz, Traktionskontrollsystem und sieben Airbags.

Motoren und Antrieb:

Ford Ranger als EinzelkabinerFür die dritte Generation des Ranger optimierte Ford die jeweiligen Motoren und stellte seinen Kunden insgesamt drei Dieseloptionen zur Auswahl. Einen 2,2-Liter-Vierzylinder, der wahlweise 125 PS oder 150 PS leistete sowie einen 3,2-Liter-Fünfzylinder mit satten 200 PS.
Während serienmäßig ein 6-Gang-Schaltgetriebe verbaut wurde, gab es für die beiden stärkeren Motorisierungen auch ein sechsstufiges Automatikgetriebe.

Die Motordaten im Überblick: (alle Motoren erfüllen die Euro-5-Abgasnorm)

2,2 l TDCi (4-Zyl.-Diesel): 92 kW/125 PS Leistung // 320 Nm Drehmoment bei 1500/min // in 13,3 Sekunden von 0-100 km/h* // 170 km/h Höchstgeschwindigkeit // 7,3 bis 7,6 Liter Verbrauch* // 192 g/km bis 199 g/km CO2 Emission

2,2 l TDCi (4-Zyl.-Diesel): 110 kW/150 PS Leistung // 375 Nm Drehmoment bei 1500/min // in 11,6 Sekunden von 0-100 km/h * // 175 km/h Höchstgeschwindigkeit // 7,8 bis 8,3 Liter Verbrauch* // 219 g/km CO2 Emission

3,2 l TDCi (5-Zyl.-Diesel): 147 kW/200 PS Leistung // 470 Nm Drehmoment bei 1500/min // in 10,3 Sekunden von 0-100 km/h* // 175 km/h Höchstgeschwindigkeit // 9,5 bis 10 Liter Verbrauch* // 249 g/km CO2 Emission

(* Angaben variieren je nach Ausstattung)

Allradantrieb:

Ford Ranger im OffroadDie Kraftübertragung beim Ford Ranger III erfolgt standardmäßig auf die Hinterräder, mit serienmäßigem, manuell zuschaltbarem Allradantrieb (bis auf die XL-Variante).
Der Allradantrieb lässt sich bis Tempo 120 km/h per Drehregler am Schaltknauf zuschalten. Für zusätzliche Traktion sorgt ein separat zuschaltbares Untersetzungsgetriebe. Des Weiteren sorgen diverse Helferlein wie die Traktionskontrolle, Anhängerstabilisierung und Bergan- und Bergabfahrhilfe für die nötige Sicherheit im Gelände.

Geländetauglichkeit:

Bodenfreiheit: 232 mm
Achsüberhang (v/h): 905/1226 mm
Wattiefe: 800 mm
Böschungswinkel (vorn / hinten): 28 / 26 Grad
Rampenwinkel: 24 Grad

Zuladung und Anhängelast:

Ganz nach Ranger-Manieren und wie es sich für einen Pickup gehört, kann auch die dritte Auflage ordentlich zupacken. Mit einer maximal zulässigen Anhängelast von 3.350 kg und einer Tonne Zuladung (als Einzelkabine sogar 1,3 Tonnen) braucht man sich wahrhaft nicht zu verstecken.

Ford Ranger dritte Auflage (internationale Version) mit Trailer

Technische Daten Ford Ranger 2.2 TDCi 4×4

Motor: 4-Zylinder-Reihenmotor, 4-Ventiler, Turbodiesel, Partikelfilter
Nockenwellenantrieb: Kette
Hubraum: 2198 ccm
Leistung: 110 kW/150 PS bei 3700 U/min
Max. Drehmoment: 375 Newtonmeter bei 1500 bis 2500 U/min
Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe
Antrieb: Heckantrieb mit zuschaltbaren Allrad
Fahrwerk (vorn / hinten): Doppelquerlenker, Federn, Dämpfer, Stabilisator / Starrachse, Blattfedern, Dämpfer, ESP
Bremsen (vorn / hinten): innenbelüftete Scheiben / Trommeln (ABS und Bremsassistent)
Bereifung / Felgen: 255/70 R 16 / 7 x 16
Abmessungen (L/B/H): 5351/1850/1821 mm
Radstand: 3220 mm
Leergewicht / Zuladung: 2176 kg / 1024 kg
Anhängelast (gebr./ungebr.): 3350 kg / 750 kg
Ladefläche: 2,43 qm
Abgasnorm: Euro 5
V-Max: 175 km/h
Spint von 0-100 km/h: 13,0 Sekunden
EU-Verbrauch: 8,3 Liter auf 100 km
CO2-Ausstoß: 219 g/km
Grundpreis: 30.988 Euro

 

Ford Ranger dritte Generation – Facelift

Ford verpasste seiner dritte Ranger-Generation ein umfangreiches Facelift und präsentierte sie erstmals im März 2015 auf der Bangkok International Motor Show der Öffentlichkeit. In Deutschland wurde der überarbeitete Ami-Pickup schließlich im Februar 2016 angeboten.

Das Facelift umfasste unter anderem:

  • Ford Ranger 3 - Faceliftstärkere Vierzylindermotoren
  • elektrische Servolenkung
  • Start-Stopp-Automatik
  • eine neue Front
  • ein neues Armaturenbrett
  • ein erweitertes Multimedia-System mit Sprachsteuerung
  • neue Assistenzsysteme und somit eine größere Liste an möglichen Optionen

Neues Gesicht:

Die optischen Veränderungen betrafen vor allem die Front des Ranger (Modelljahr 2016), die hierbei dezent nachgeschärft wurde. Mit wuchtigerem Kühlergrill, schmaleren Scheinwerfern und stärker abgestuften Motorhaube wirkt der Pickup etwas grimmiger als zuvor.

Aufgefrischten Innenraum:

Der Innenraum wirkt durch das neue Cockpit deutlich aufgeräumter und weniger verspielt.
Das zentral positionierte, acht Zoll große Touchscreen, das Konnektivitätssystem Sync2 und die zweifarbige Digitalanzeige lässt das Armaturenbrett deutlich frischer erscheinen.

Ford Ranger Wildtrak (Facelift) - Cockpit

Neue Assistenzsysteme:

Der modifizierte Ford Ranger III ließ sich ebenfalls mit einer Reihe neuer Assistenzsystemen optional bestücken, was ihn auf einen modernen Pkw Level anhob.

Assistenten im Überblick:

  • Fahrspurassistenten
  • Parkassistent (mit Front- und Rückfahrkamera)
  • Bremsassistent
  • adaptiver Abstandstempomat
  • adaptive Lastkontrolle
  • Berganfahr- und Abfahr-Assistent

Info: Auf Wunsch wurde auch eine 240-Volt-Steckdose im Pickup verbaut.

Stärkere Dieseltriebwerke:

Ford Ranger Wildtrak 2015 - FahraufnahmeAls Basismotor diente weiterhin der 2,2-Liter TDCi mit Vierzylindern, jedoch nun mit etwas mehr Power. Statt wie bisher 125 und 150 PS, leisten die neuen Dieseltriebwerke nun 130 und 160 PS – letztere Variante wurde mit serienmäßiger Start-Stopp-Automatik ausgerüstet.
Unverändert blieb dagegen die Topmotorisierung mit 3,2-Liter-5-Zylinder und 200 PS Leistung.

Dank dem neuen Stopp-Start-System, der neuen Abgasrückführung sowie der gleichfalls neu verbauten elektrischen Servolenkung soll der Verbrauch beim Facelift-Modell bis zu 22 Prozent gesenkt werden können.

Mehr Zugkraft:

Obwohl eine Anhängelast von 3.350 kg bereits eine ordentliche Hausnummer war, legte auch hier der Hersteller noch etwas nach. So besitzt der überarbeitete Ranger (in der Allrad-Version) eine Anhängelast von bis zu 3.500 kg – neben seinem Ladevolumen von stolzen 1900 Litern.

Ford Ranger 3 - Pritsche

Ranger Ausstattungslinien im Überblick:

Ford Ranger XL

Der Ranger XL ist die Basisausstattung und zugleich das einzige Modell, welches man mit Einzelkabine und reinem Heckantrieb ordern konnte. Ebenso war er ausschließlich mit den Vierzylindermotoren erhältlich (die 160 PS-Variante und Allradantrieb gab es nur gegen Aufpreis).

Grundausstattung:

  • Audiosystem
  • ABS
  • ESP mit Antriebsschlupfregelung
  • Berganfahrhilfe
  • Bordcomputer
  • elektrische Fensterheber
  • Airbags (Front-, Seiten- und Kopf- sowie ein Knieairbag für den Fahrer)
  • Servolenkung
  • Überrollschutz

Ford Ranger XLT

Der Ranger XLT ist die erweiterte Ausstattung des XL und konnte nur mit der Extra- und Doppelkabine sowie dem 160 PS Dieselmotor (mit Allrad) geordert werden. Als Getriebeauswahl standen beide Versionen (6-Gang-Schaltgetriebe und 6-Gang- Automatikgetriebe) zur Auswahl.

Grundausstattung:

  • Audiosystem mit MP3-Funktion und USB-Anschluss
  • diverse Designelemente an der Karosserie
  • beheizbare Frontscheibe
  • Geschwindigkeitsregelanlage
  • Klimaanlage
  • Lederlenkrad und Lederschaltknauf
  • Nebelscheinwerfer
  • 16-Zoll Leichtmetallräder

Ford Ranger Limited

Den Ranger Limited gibt es ebenfalls ausschließlich in der Extra- oder Doppelkabinen-Ausführung. Als Antrieb dient hier wahlweise der 160 PS Vierzylinder oder die Fünfzylinder-Version mit 200 PS.

Grundausstattung (zusätzlich zum XLT):

  • elektr. Fahrersitz
  • automatische Zwei-Zonen-Klimaanlage
  • Lederausstattung
  • Einparkhilfe hinten
  • verchromter Überrollbügel
  • Verzurrschienen auf der Ladefläche
  • beheizbare Vordersitze
  • Wärmeschutzverglasung
  • 17-Zoll Leichtmetallräder

Ford Ranger Wildtrak

Der Ranger Wildtrak bildet die Topversion und bietet nicht nur die umfangreichste Serienausstattung, sondern auch diverse Ausstattungsdetails, welche den anderen Modellen komplett verwehrt wurden.
Das Topmodell ist der Limited-Version identisch in Sachen Kabinenauswahl und Motoroptionen.

Grundausstattung (zusätzlich zum Limited):

  • Umfeldbeleuchtung
  • spezielles „Sport-Dekor“ an Außenspiegeln, Türgriffen und Kühlergrill
  • Sportreling auf Dach und Laderaum
  • aerodynamisch optimierter „Sportbügel“
  • Rückfahrkamera
  • zweifarbige Teillederausstattung
  • 18-Zoll Leichtmetallräder

Optionale Zusatzausstattungen:

Ford bietet für seine Ranger-Modelle noch diverse Zusatzausstattungen an – wie z.B.: ein Off-Road-Paket mit Sperrdifferential und Unterfahrschutz, verschiedene Abdeckungen sowie Schutzwannen für den Laderaum, ein Hardtop für die Extra- und Doppelkabinenversion uvm.

 

Bilder  – Ford Ranger 3. Generation (International)

Bilder: © The Ford Motor Company

Video:

 

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