Mazda B-Serie – internationale Modelle

Logo Mazda B-SerieDer erste Mazda Pick-up der B-Serie lief 1961 vom Band. Die Bezeichnung der seitdem entstandenen Modelle richtete sich immer nach der Größe des Hubraums. So hatte der B1500 einen 1.5-Liter-Motor und der B2600 einen 2,6-Liter-Motor.
Je nach Vertriebsland wurde die Modellserie auch unter verschiedenen Namen vermarktet. In Australien lief der Pick-up unter der Bezeichnung „Mazda Bravo“, in Neuseeland unter „Mazda Bounty“ und auf dem südafrikanischen Markt hieß er „Mazda Drifter“. In Thailand wurde die verschiedenen Modellversionen der B-Serie unter den Namen „Magnum“, „Donner“ und „Fighter“ vermarktet.

 

1. Generation (1961 – 1965)

Der Mazda B1500 (BUA61) wurde erstmals im August 1961 in Japan eingeführt.
Für den Antrieb sorgte ein 1.5 Liter großer 4-Takt-Hubkolbenmotor, der 44 kW / 60 PS leistete.

Modifikationen

Zwischen Ende 1962 wurde der B1500 umgebaut. Durch ein neues 102-Zoll-Chassis wurde die Fahrzeuglänge um rund 90 mm verlängert und bot somit mehr Raum.
Der modernisierte Mazda B1500 (BUB61) hatte einen trapezförmigen Kühlergrill, Blinker an den Kotflügeln, Chromleisten und eine seitliche Zierleiste.
Kurze Zeit nach Einführung des zweitürigen „Styleside“ Pick-ups folgte im September 1963 eine weitere Modell-Variante. Die kompakte Pick-up-Version B1500 (BUAVD) basierte auf einem Van mit verkürztem Radstand, besaß eine umklappbare Heckklappe und verfügte sogar über elektrische Fensterheber – eine Seltenheit auf dem damaligen japanischen Automarkt.

 

2. Generation (1965 – 1977)

Mazda B-Serie 1800
By dave_7 – originally posted to Flickr as Mazda B1800 Truck, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6294064

Der Mazda B1500 wurde erstmals im Oktober 1965 der Öffentlichkeit präsentiert und war ab 1966 auf dem Markt erhältlich.
Angetrieben wurde der zweitürige Mazda Pick-up von dem aus dem Vorgängermodell bekannten 1.5-Liter-Motor. Dieser wurde überarbeitet und brachte nun eine Leistung 53 kW / 72 PS bei 5.200 Umdrehungen in der Minute.
Die Karosserie des Mazda B1500 basierte auf dem Fahrzeuggestell „BUD61“ mit einem Radstand von 2.650 Millimetern.

Ein 95 PS starkes 1.6 Liter Modell mit dem Chassis Code BNA61 folgte im Januar 1971. Auf dem japanischen Markt wurde dieses Modell unter dem Namen „GT-Truck“ mit 100 PS verkauft.

Ab März 1972 ergänzte eine 1.3-Liter-Variante das Angebot der B-Serie. Diese leistet 64 kW / 87 PS und war bis 1975 in Japan erhältlich.

Mazda Proceed

Mit dem Modell B1600 (BNA61) wurde die Mazda B-Serie 1972 als „Ford Courier“ auf dem US Automobilmarkt eingeführt. Drei Jahre später wurde dort auch der größere B1800 angeboten, der auf dem japanischen Markt bereits seit 1970 als „Mazda Proceed“ erhältlich war.

 

3. Generation (1977 – 1985)

Mazda B-Serie B2000 Pick-up 3. Generation
By IFCAR

Die dritte Generation der Mazda B-Serie wurde im April 1977 eingeführt. Auf dem japanischen Markt wurde das Modell unter dem Namen Proceed B1600 mit 71 kW / 97 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h vermarktet. Außerhalb Japans lief es unter der Bezeichnung Mazda B1600. In Nordamerika war die dritte Generation als B1800 mit 63 kW / 84 hp erhältlich. Die neuste Generation des Mazda Pick-up verfügte über eine wesentlich bessere Komfortausstattung als sein Vorgängermodell.

Modelljahr 1980

Zum Modelljahr 1980 feierte der B2000 seine Premiere auf dem US amerikanischen Markt. Der 2.0-Liter-Variante mit dem Modellcode UC11 ersetzte den B1800 und wurde bis 1984 gebaut. Auf dem japanischen Markt wurde der Verkauf aufgrund der geringen Nachfrage bereits 1979 eingestellt.
Der B2000 war auch als Langversion „Sundowner“ (Modellcode UC21) mit verlängertem Radstand und hinterem Überhang erhältlich.

1981/82 folgte der 59 hp starke 2.2-Liter-Dieselmotor B2200.

1983 wurde die komplette Mazda B-Serie neu gestaltet und 1985 auf den Markt gebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden bereits 1,8 Millionen Pick-ups der Mazda B-Serie verkauft.

 

4. Generation (1985 – 1998)

Mazda B-Serie internationaler Markt Bj 1990
© Mazda

Die Mazda B-Serie/Proceed der 4. Generation (UF) feierte im Januar 1985 ihre Markteinführung und wurde bis 1999 gebaut. Sie war mit einem Füng-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet und optional auch mit einem Vier-Gang-Automatikgetriebe erhältlich.
Als weitere Modellvariante kam 1986 der B2600 auf den Markt. Er leistete 102 hp bei einem maximalen Drehmoment von 198 Nm.
Zwei Jahre später wurde der ursprüngliche Mitsubishi-Motor im B2600 von einem stärkeren Mazda-Triebwerk ersetzt. Der 2.6 Liter große Vierzylinder verlieh dem – nun unter B2600i laufenden – Mazda Pick-up eine Leistung von 121 hp bei einem Maximaldrehmoment Sun 202 Nm.

Ab 1991 wurde eine SUV-Variante der B-Serie produziert – der Mazda Proceed Marvie. Auf dem australischen Markt wurde er unter dem Namen Ford Raider vermarktet.

Übersicht Motoren der Mazda B-Serie 4. Generation

B2000
1986–1987 – 2.0L (1998cc) 80hp (60kW)
B2200
1987–1993 – 2.2L (2184cc), 85hp (63kW)
1992–1993 – 2.2L (2184cc) 91hp (68kW) (160Nm)
1985-1999 – 2.2L (2184cc) 70hp (52kW) (142Nm)
B2500 (Thailand)
1990–1996 – 2.5L (2555cc) 90hp (67kW) (174Nm)
B2600
1986–1988 – 2.6L (2555cc) 102hp (76kW) (198Nm)
1988–1993 – 2.6L (2606cc) 121hp (90kW) (202Nm)
B3000 (South Africa)
1993–1997 – 3.0L (2993cc) 89kW (121PS; 119hp)
B3400 (South Africa)
1997–2000 – 3.4L (3376cc) 108kW (147PS; 145hp)

 

5. Generation (1998 – 2006)

Mazda B-Serie 5. Gen zweitüriges Modell B2500
by OSX

Zum Modelljahr 1998 hat Mazda seine B-Serie überarbeitet und den Ansprüchen des internationalen Marktes angepasst. Das neue Modell mit dem Chassis-Code UN wurde ab 1998 in der Autoalliance Thailand und bei der Ford Motor Company auf den Philippinen produziert.
Der B-Serien Pick-up wurde in mehr als 130 Ländern unter verschiedenen Namen verkauft. In Europa und Asien wurde die neue B-Serie als Ford Ranger verkauft, in Australien als Ford Courier / Mazda Bravo und in Neuseeland lief sie unter Mazda Bounty / Ford Courier.

Das Modellangebot umfasste einen 2.6-Liter-Benziner mit Allradantrieb und einen 2.2 Liter großen Frontantriebler.

 

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