Dodge Warlock (1976-1979)

Der Dodge Warlock ging ursprünglich aus einem Konzeptfahrzeug hervor und war Teil von Dodges Adult Toys-Linie der späten 70er Jahre. Im Grunde genommen handelte es sich hierbei um ein Optionspaket für den Dodge D100 Stepside Pickup mit kurzem Radstand.
Seine Produktion startete man Ende 1976 in limitierter Auflage. Aufgrund der hohen Nachfrage jedoch stellte man ihn schließlich von 1977 bis 1979 als reguläres Serienmodell her.

Dodge Warlock

Der Warlock war einer der ersten High-Performance Trucks der Marke und repräsentierte einen Meilenstein in Dodges neuer maßgeschneiderter Fahrzeuggattung, die als „Adult Toys“ bezeichnet wurde. Bekannt waren diese werksseitig angepassten Pickups auch unter dem Namen „Trick Truck“, die vor allem auf junge 4×4-Käüfer abzielten.

Dodge Warlock - Adult Toys

Eingeführt wurde diese Kampagne um den stark zurückgegangenen Verkaufszahlen – aufgrund strengerer Abgasvorschriften – entgegenzuwirken. Neben dem Dodge Warlock gab es aber auch noch eine Reihe von anderen Sondermodellen, wie den berühmten Li’l Red Express, den Macho Power Wagon oder den Adventurer. (Bemerkung: Alle Li’l Red Express waren Adventurer, aber nicht umgekehrt!)

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Der Dodge Warlock im Detail:

Wie bereits erwähnt basierte der Warlock auf der Dodge D-Serie (der 3. Generation) und wurde standardmäßig in den Farben Schwarz, Rot, Grün und Orange angeboten – wobei ersteres hier eindeutig die beliebteste Wahl darstellte.
Das Modell zeichnete sich vor allem durch individuelle Details von der Masse ab. Wie u.a.
durch einzigartige Verzierungen, bestehend aus goldenen Nadelstreifen, welche sich um die Karosserie, Türverkleidungen, Armaturenbrett und Kombiinstrumente wickelte.

1977 Dodge D100 Warlock

Zu den weiteren Ausstattungsdetails gehörten:

  • goldener Warlock-Schriftzug auf der Heckklappe
  • goldene 8-Speichen-Räder (15-Zoll)
  • breite Reifen mit weißer Schrift
  • Hochleistungsfederung
  • schwarzes Interieur mit goldenen Akzenten
  • Schalensitze
  • Tuff Lenkrad
  • Teppichboden
  • getönte Scheiben
  • verchromte Stoßstangen, Kühlergrill und Ladeflächenstufen
  • massive Eichenbordwände (Sideboards)

Angeboten wurde der Dodge Warlock mit Zwei-oder Allradantrieb (4×4-Modelle wurden Power Wagons genannt). Zudem konnte man ihn mit nahezu jedem Motor aus der D100-Serie ordern.

Die verfügbaren Motorenoptionen waren:

  • 225 cu in – Motor (3,7-Liter Slant-6) mit 105 hp
  • 318 cu in – Motor (5,2-Liter V8) mit 145 hp
  • 360 cu in – Motor (5,9-Liter V8) mit 175 hp
  • 400 cu in – Motor (6,6-Liter V8) mit 245 hp
  • 440 cu in – Motor (7,2-Liter V-8) mit 255 hp

Info: Das am häufigsten verwendete Triebwerk war hier der 318, während der 440 am seltensten eingesetzt wurde (Schätzungen zufolge nur 10 Fahrzeuge).

Während seiner recht kurzen Bauzeit erhielt der Dodge Warlock nur sehr wenige offensichtliche Änderungen. So prangte beispielsweise ab 1979 der Schriftzug „Warlock II“ auf der Heckklappe, über dessen Grund Chrysler niemals aufklärte. Diese Versionen wurden auch nur noch mit Chromfelgen ausgeliefert. Des Weiteren hatte man die Farbpalette (im Laufe der Zeit) erweitert, wodurch der Pickup letztendlich in sechs Farben erhältlich war.

Trotz der Tatsache, dass der Dodge Warlock seinen Kunden ein breiteres Angebot an verschiedenen Pickup-Stilen, Motoren und Farben bot, war er längst nicht so begehrt wie der damalige Lil‘ Red Express-Truck. Jedoch können sich – genau aus diesem Grund – die heutigen Warlock-Besitzer sicher sein, einen relativ seltenen und begehrten Truck in ihren Händen zu haben.

Bilder: © FCA / Stellantis