Chevrolet Series BA Confederate – 1932

Chevrolet Series BA Confederate von 1932
GPS 56 from New Zealand [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons / Bearbeitung: Teilausschnitt
Der Chevrolet Confederate Series BA (kurz Chevrolet Confederate genannt) wurde im Dezember 1931 auf den Markt eingeführt und ersetzte dort den Chevrolet Series AE Independence.
Angeboten wurde das Fahrzeug insgesamt in vierzehn unterschiedlichen Karosserievarianten, somit waren neben Pkw-Modellen auch kommerzielle Fahrzeuge (unter anderem Pickup Truck-Modelle) der Serie erhältlich.

 

Chevrolet Confederate Series BA – der Baby Cadillac

Die Chevys Series BA Confederate, welche nicht selten auch liebevoll als „Baby Cadillac“ bezeichnet wurden, gehören eindeutig zu den schönsten Chevrolet-Klassikern, die jemals gebaut wurden.
Tatsächlich verfügte der Chevrolet über eine Motorhaube die dem Cadillac-Stil nachempfunden wurde. So wurden die bisherigen 22 Lamellen an beiden Seiten der Haube durch vier großen Lüftungsklappen (von Chevy als 4 hood „ports“ bezeichnet) ersetzt, welche in der Deluxe-Ausführung in Chrom gehalten wurden. Des Weiteren wurden auch die verchromten kugelförmigen Scheinwerfer 1:1 kopiert, die nun an einer geteilten Landau Stange montiert waren – an der sich auch zwei Trompetenhörner befanden.

Ansonsten zeichnete sich die 1932 Confederate-Modellreihe durch eine längere Motorhaube, neue tiefe Kotflügel (an der Front), 18-Zoll-Speichenräder, kippbare Windschutzscheibe, eine eingebaute Sonnenblende (das äußere Visier verschwand) sowie einen verstellbaren Sitz aus. Außerdem erhielt der Rahmen einen zusätzlichen Querträger, was den Fahrkomfort unterstützte sowie eine neu ausbalancierte Kurbelwelle.

Mehr Leistung

Als Antrieb im Chevrolet Confederate Series BA diente weiterhin der 3,2-Liter-Sechszylindermotor (OHV) – „Stovebolt Six“. Dieser erzielte nun dank eines Gegenstromvergasers ein höheres Verdichtungsverhältnis, wodurch die Leistung auf 44 kW/60 PS bei 3.000 U/min gesteigert werden konnte. Das Triebwerk erreichte ein max. Drehmoment von 176 Nm bei 2.000 U/min.
Zum Stehen brachte man die Fahrzeuge weiterhin durch mechanische Trommelbremsen, die an allen vier Rädern verbaut wurden.

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Free Wheeling-Modus von Chevrolet

Erstmals Einzug in die Chevy-Serie fand auch ein vollsynchronisiertes Dreiganggetriebe, welches zu anfang über ein „Free Wheeling“-Modus (selektiver Freilaufmodus) verfügte. Dies erlaubte dem Fahrer, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen um das Fahrzeug ohne Motorbremse ausrollen zu lassen. Die neue Technologie von Chevrolet wurde damals als Sparfunktion und dadurch als besonders wirtschaftlich angepriesen. Nachdem jedoch große Sicherheits-Bedenken aufkamen, beispielsweise Bergabfahrten mit fehlender Motorbremse, nahm man diese Funktion nach kurzer Zeit wieder aus dem Programm.

 

Ein erfolgreicher Tiefpunkt

Die Produktion von Chevrolet brach weiterhin ein, als die Weltwirtschaftskrise 1932 seinen Tiefpunkt erreichte. Obwohl der Hersteller die Preise für die Chevrolet Confederate Series BA nochmals senkte (der Verkaufspreis lag zwischen 445,- und 640,- US-Dollar) wurden in dem 12 monatigen Produktionszeitraum lediglich 313.395 Fahrzeuge ausgeliefert.
Dennoch konnte Chevy seinen Platz 1 im Verkaufsrennen mit dem Konkurrenten Ford erfolgreich verteidigen. Und das obwohl sich der 32er Chevrolet mit den neuen Ford-Modellen, die nun mit V8-Motoren und Ganzstahlkarosserie antraten, messen musste.
Info: Chevy konnte 1932 ca. 100.000 Fahrzeuge mehr verkaufen als sein direkter Rivale Ford.

1933 wurde der Chevrolet Confederate Series BA von dem größeren Chevrolet Eagle (Serie CA) agbelöst, weitere sechs Monate später folgte der Chevrolet Mercury.

 

Da wir leider kein Bildmaterial für die Pickup-Version zu Verfügung haben, können Sie sich das Fahrzeug hier ansehen.

 

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