Hummer H1 Pickup-Version (1992 – 2006)

Hummer war eine US-amerikanische Geländemarke von GM (General Motors). Der gleichnamige Offroader Hummer wurde im Zeitraum 1992 bis 2010 in drei Generationen (H1, H2 und H3) gebaut – jeweils auch in einer Pickup-Version.

Vom Humvee zum Hummer

Bild von Hummer H1 2-door Pickup Truck
© dave_7 – CC BY 2.0

Ursprünglich wurde der Hummer von der AM General Corporation (Hersteller von Nutz- und Militärfahrzeugen sowie Personenkraftwagen) entwickelt und produziert. Auch bestand die Marke Hummer anfangs lediglich aus einem Modell. Erst im Jahr 2003 erhielt das Fahrzeug die Modellbezeichnung H1. Der unmittelbare Vorfahre des Hummers ist das militärische Fahrzeug M998 HMMWV (Humvee), das speziell für die US-Armee von AM General entwickelt und gebaut wurde.
Damals in den späten 80er Jahren plante AM General eine zivile Version des Humvees auf den Markt zu bringen, welcher ab 1992 dann auch wirklich – unter dem Namen Hummer – verkauft wurde. Im Jahr 1999 verkaufte man die Markenrechte dann an General Motors (GM). Die Produktion übernahm man jedoch weiter, während GM den Verkauf übernahm. Später brachte GM zwei eigene Hummer-Modelle auf den Markt – den H2 und H3.

 

Hummer H1 (1992 – 2006)

Der Hummer H1 (Zivilversion des HMMWV) kam erstmals 1992 auf den Markt und wurde in fünf Karosserievarianten angeboten:

  • als Cabrio-ähnlicher Viertürer mit offener Ladefläche und Planenverdeck (4-door open top)
  • als geschlossener Fünftürer (4-door wagon)
  • als „Slantback“-Modell
  • als Pickup-Version (2-door / 4-door)
  • als Hardtop-Ausführung mit festmontiertem Dach

Technisch entsprach der Hummer H1 weitgehend dem militärischen Hamvee. Allerdings bot er eine umfangreichere Ausstattung mit 12-Volt-Bordnetz, einem komfortablen Innenraum, einer Klimaanlage, CD-Player und mit elektr. Fensterhebern (optional).

Offroad Eigenschaften des Hummer H1 Pickup

Hummer H1 4-door Pickup Truck
By The Real Polymath

Der H1 Pickup verfügte über enorme Geländeeigenschaften. Mit einer Bodenfreiheit von 41 cm waren Böschungswinkel von 72 Grad vorn und 37,5 Grad hinten kein Problem. Ebenso verlieh ihm seine große Spurbreite (1818 mm) eine hohe Standfestigkeit. Auch Gewässer bis zu 76 cm Tiefe und 56 cm hohe Stufen bewältigte der Hummer Pickup problemlos. Zudem besaß das Fahrzeug durch Bremseinwirkung sperrbare Differentiale an beiden Achsen.
Im Jahr 2003 stattete der Hersteller ihn hinten mit elektrischen Eaton-Differentialsperren aus, ein Jahr später auch vorne. Ein Portal-Getriebe mit einer Untersetzung direkt an den Rädern und eine Reifendruckregelanlage ergänzten schließlich die Ausstattung der meisten H1 Modelle.

Weitere Daten:
Rampenwinkel: 29 Grad
max. seitl. Neigwinkel: 45 Grad
max. Steigfähigkeit: 60 %

Motorisierung des Hummer H1 Pickup

Als Antrieb dienten dem Hummer insgesamt vier Dieselmotoren und ein Benziner. Eine Fünfstufen-Automatik-Version kam ab dem Modelljahr 2006 – allerdings nur im H1 Alpha – zum Einsatz.

  • 1992-1993 – 6,2 l GM-6200 V8-Saugdiesel mit 110 kW/150 PS
  • ab 1994 – 6,5 l GM-6500 V8-Saugdiesel mit 125 kW/170 PS
  • 1995-1996 – 7 l Chevy Small Block V8-Benziner mit 147 kW/200 PS
  • 1996–2004 – 6,5 l GM-6500 V8-Turbodiesel mit 147 kW/200 PS
  • seit 2005 – 6,6 l Duramax-6600 V8-Turbodiesel mit 221 kW/300 PS (H1 Alpha)

AM General stellte schließlich im Juni 2006 die Produktion des Hummer H1 Pickups ein.

 

Video vom Hummer H1 Pickup

 

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