Dritte große FCA Rückrufaktion in 2017

Der Autokonzern Fiat Chrysler (kurz FCA) ruft knapp 1,8 Millionen Lkw und Pick-up Trucks zurück in die Werkstatt wegen Wegroll-Gefahr.

Ram PickupsIn den USA startet Fiat Chrysler erneut eine große Rückrufaktion. Grund dafür ist ein Problem mit der Gangschaltung an den Lenksäulen. Hierbei kann der Schalthebel trotz geparkter Position (Schalthebel auf P / für Park-Position) bewegt werden. Somit besteht die Gefahr – wenn die Handbremse nicht betätigt wurde – dass das abgestellte Fahrzeug unbeabsichtigt wegrollt.
Hierfür muss noch nicht einmal der Schlüssel im Zündschloss stecken, geschweige denn ein Fuß auf dem Pedal sein. Zudem habe eine interne Prüfung ergeben, dass das Problem besonders bei aufgeheizten Fahrzeugen (in der prallen Sonne geparkte Autos) auftrete.

Laut Hersteller sind bisher sieben Verletzte zu verzeichnen sowie eine geringen Anzahl an Unfällen, die mit der sogenannten Wegroll-Gefahr in Zusammenhang stehen könnten.
Betroffen sind verschiedene Ram-Modelle vom Baujahr 2009 bis 2017. Insgesamt betrifft die Rückrufaktion rund 1,8 Millionen Fahrzeuge (Lkw und Pick-up Trucks). Davon kommen ca. 1,5 Millionen vom US-Markt, 290.000 aus Mexiko und Kanada sowie 14.950 von restlichen Märkten.

 

FCA in 2017

Das Jahr 2017 war definitiv kein gutes Jahr für den Autokonzern. Bereits drei mal musste Fiat Chrysler seine Fahrzeuge im größeren Stil zurück in die Werkstatt rufen. Zuletzt im September diesen Jahres wegen einer fehlerhaften Wasserpumpe, die zu Überhitzung und Feuer im Motorraum führen konnte – rund 500.000 Fahrzeug. Davor (im Mai) über 1,2 Millionen betroffene Fahrzeuge wegen falsch programmierter Sensoren im Sicherheitssystem, welche Airbags und Gurtstrafsysteme blockieren konnten.

Fiat Chrysler Rückrufaktionen im Überblick (2017):

Bild: © FCA US LLC.

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